Juni 1977 und 1978 „München Kultur“ in Münchens Innenstadt, Fußgängerzone – 1978 und 1979 Gastspiele
u.a. in Erlangen, Hof, Bonn, Viersen, Stuttgart, Hamburg, Kiel, Köln…
und Wien, Brüssel, Rom, Reykjavik (Island 1978) etc pp..
Harald Raab schreibt am 21. Juli 1977 in DIE WOCHE – Regensburg:
Derb, geil, monströs, blasphemisch ist der Ablass-Spektakel des FTM. Hinter Kutten und Talaren wird das Laster ausgemacht. Der Gott der Habgier gibt seinen Segen dazu und hält die Hand auf. Für Geld gibt’s Vergebung aller, aber wirklich aller Sünden. Die Popanze dieser Welt, die sich stets auf höhere Mächte berufen, wenn sie ihre Macht meinen, agieren gigantisch auf der Bühne, für die Schauspieler eine nicht minder große akrobatische Leistung. Das Ergebnis ist ein Kolossal-Gemälde in den grellsten Ausdrucksmitteln: Theater, das ein gebanntes Publikum hat, weil es den Zauber des Spiels wiederentdeckte. In einer zweiten Vorstellung wurde von dem FTM eine Wilderer-G’schicht dargeboten, grob geschnitzt, mit Archetypen des bayerischen Volksschauspiel. Straßentheater kann neue Akzente setzen, Stadt- und Staatstheater ein wenig verunsichern und einem breiten Publikum das Gefühl vermitteln, dass Theater für alle da ist.